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Unbekanntes Territorium von Renate Pozo in der Recova
Die Deutsche Renate Pozo studierte Kunst in Paris. Von dort aus ging sie auf die Universität nach Santiago de Chile und 1986 nach Venezuela. Mit ihren Keramikarbeiten erhielt sie dort den nationalen Preis für Künste des Feuers.
Seit 2002 lebt und arbeitet sie auf Teneriffa. Hier erhielt sie den ersten Preis auf der Messe für lateinamerikanisches Kunsthandwerk.
Seit einigen Jahren schafft sie in den städtischen Kunstwerkstätten für Grafik und Druck unter der Leitung des Belgiers Alfons Mertens. Künstler aus ganz Europa kommen hier her, um in den Werkstätten Mertens ihre Arbeiten zu realisieren. Hier findet der Grafiker, was sein Herz begehrt. Vom Siebdruck bis hin zu einem hochmodernen Tintenstrahlenplotter, der von Mertens gebaut wurde, und auf dem Grafiken bis zu einer Größe von 1,50 Meter Breite und 3 Meter Länge drucken kann. Der Computer verarbeitet 800 MB Informationen pro Quadratmeter. Der Plotter druckt auch auf Leinwand und das auch mehrmals hintereinander, damit der Künstler mit der Farbintensität spielen kann. Ein gefundenes Fressen und ein Himmelreich für Künstler, die Grafik, Malerei und Fotografie miteinander verbinden wollen.
Diese Gelegenheit wollte sich auch Renate Pozo nicht entgehen lassen. In diesen Werkstätten konnte sie ihrer kreativen Unruhe freien Lauf lassen. Sie trat selbst in ein unbekanntes Territorium ein und möchte die Betrachter mit auf ihre Reise nehmen. Hier heißt es, das Gleichgewicht zwischen dem Tatendrang des Künstlers und der durch die besondere Technik nötigen Geduld zu finden.
Bei diesem Werk ging es Renate Pozo um die Wirkung der Farben. Durch das Spiel mit den Farben wollte sie die Ordnung, die durch das Chaos entsteht, darstellen. Und dies ist ihr auch auf eine eindrucksvolle Weise gelungen.
Renate Pozo:
„Ich habe viele Jahre in der Karibik gelebt und habe viel mit blassen Farben gearbeitet. Die kräftigen Farben hatte ich ja ständig vor meiner Nase. Jetzt, hier auf Teneriffa scheinen diese tropischen Farben wieder in den Vordergrund zu rücken.“
Die Reise ins Ungewisse ist auch ein Abenteuer. Und das Abenteuer gehörte schon seit eh her zu ihrem Lebenselixier.
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