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Karim Rashid

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Karim Rashid bei Leyendecker

Von Bodo Wilbert

Im Sommer 1979 entschied sich Angel Luis de la Cruz seine Galerie in Santa Cruz de Tenerife zu eröffnen.
Damals konnte sich niemand vorstellen, dass er heute zu den bedeutendsten Galeristen der Welt gehört.
Kunstsammler aus Japan, Australien, Amerika und Europa zählen zu seinen festen Kunden. Ein Onkel seiner
Frau, mit der er die Galerie von Anfang an führt, hieß Leyendecker. So kam er zu dem Namen, der heute in
jedem Telefonverzeichnis der größten Kunstsammler weltweit steht. Sein Konzept und sein gutes Gefühl für
ausgezeichnete Kunst hatte Erfolg:
„Ich arbeite nur mit ausländischen Künstlern. Ich wollte die Kunst nach

Teneriffa bringen, die man sonst nicht zu sehen bekommt.“
Angel Luis de la Cruz kauft immer die ganzen Kollektionen auf, die er ausstellt. Alle Lagerräume sind gefüllt.

„Ich habe ein Lager für die großen Objekte in Madrid. Da ich hier in der Galerie keinen Platz mehr habe, muss ich schon viel in meiner Garage unterstellen.“

Er gehörte auch zu den Entdeckern des heute weltweit meist gefragten Designers Karim Rashid.
„Schon vor fünf Jahren stellte er seine Kunst bei mir aus, als er noch nicht bekannt war.“
Der in Ägypten geborene Kanadier erhielt ein Stipendium für Design in Ottawa und beendete seine Studien 1984 in Italien. Danach arbeitete Karim Rashid bei KAN Design in Toronto. 1993 eröffnete er sein Studio in New York. Firmen wie Umbra, Nambe, Mikasa, Sony, Miyake, Armani und Yahoo gehören zu seinen Kunden. Vor kurzem stellte er das Hotel Semiramis in Athen und das Hotel Nooch in New York fertig. Zurzeit arbeitet er in 23 Ländern.

Bodo Wilbert: „Wie und wo entspannen sie sich?“

Er lacht. Rashid: „Ich habe keine Zeit, mich zu entspannen. Gerade habe ich in Mailand 37 Projekte betreut.“

Bod Wilbert: „Und wo finden sie die Quelle ihrer Inspiration?“
Die Frage berührt ihn.
„Ich habe keine spezifische Quelle, aus der ich schöpfe. Meine Inspiration kommt aus der Erfahrung meines 45jährigen Lebens mit seinen Höhen und Tiefen. Und ich reise immer wieder um den Globus herum. So lerne ich immer wieder neue Farben und Formen kennen.“

Die speziell für Leyendecker kreierte Kollektion wurde in Paris angefertigt. Rashid möchte die Welt verändern.
In seiner Kunst möchte er den Einfluss der modernen Technik auf unsere Umwelt darstellen.
„Auch Malerei ist Geschichte“, sagt er mit überzeugender Miene, „mit der modernen Technik kann man heute alles auf alle möglichen Werkstoffe drucken.“
Die Objekte, die er bei Leyendecker präsentiert, bieten dem Betrachter an, in der Kunst zu ruhen. Kunstvoll dekorierte Liegen stehen vor ihrem dazugehörigen Bild. Er möchte damit die Dreidimensionalität der Kunst darstellen. Die Welt, die uns umgibt, Gebrauchsgegenstände, die wir im Alltag verwenden, haben einen Einfluss auf unseren seelischen Zustand. Leben wir im äußeren Chaos, dann haben wir auch Chaos in uns. Ist unsere Umwelt aber harmonisch, dann können wir auch die Harmonie in unserem Innern spüren.

Leyendecker hat sein gutes Gespür für erfolgreiche Kunst wieder unter Beweis gestellt. Der clevere Galerist, der auf allen Kunstmessen der Welt (New York, Berlin, Paris, Madrid) vertreten ist, hatte schon vor
Ausstellungseröffnung 60% der Werke verkauft.
„Ich informiere alle meine Stammkunden schon lange vorher über meine Projekte. Einige kommen persönlich vorbei. Die meisten aber schicken mir nur noch eine E-Mail.“

Bodo Wilbert: „Was kostet denn eine Kombination, Liege mit Bild?“
Angel Luis: „Ja, die liegen so zwischen 18 und 24 Tausend Euro.“
Info Canarias: „Ein Schnäppchenpreis.“
Er lächelt

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