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Diana Marschall

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Die feine "Art" der Diana Marschall

Zurückhaltend, auf eine feine Art, das Geschehen beobachtend steht sie mitten drin, ohne dass es die andern bemerken würden. Sie erfasst, wie ihre Werke auf die Betrachter wirken könnten. Dabei benutzt sie ihre Bilder wie einen Spiegel eines Spions, um mit den Betrachtern Kontakt aufzunehmen. Man kann den anderen sehen, ohne selbst bemerkt zu werden. Nicht eine Sekunde verliert sie ihre Aufmerksamkeit. Sie interessiert sich für den und die andern, für ihre Geschichte, ihre Gefühle, ihre Sorgen und ihre Erfahrungen, und ist Dankbar, an der Geschichte ihres Gegenübers teilhaben zu dürfen. Das ist ihr Glück.

Diana Marschall studierte Malerei in Köln und Paris, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die Akt-, Landschaftsmalerei und die Grafik legte. Sie lebt in Köln, Holland und Teneriffa. Ihre Heimat ist ihr nicht genug, um ihrem Bedürfnis nach Ausdruck gerecht zu werden. Andere Kulturen als Alternative und als einer Art anderer Perspektive, von der man das Leben und die Menschen betrachten kann. Andere Länder mit ihren Traditionen erleben, bedeutet für sie, Grenzen überschreiten, um sich Schritt für Schritt aber auf sicherem Boden an ihre eigenen Grenzen heranzutasten. Indonesien, Holland, Frankreich, Luxemburg und die Schweiz sind einige ihrer Stationen.

So kann es auch kein Zufall sein, dass sie ihre Werke in Garachico, einem von vielen
Naturgewalten gebeuteltem Dorf, ausstellt. Eine Dorfgemeinschaft, die seit Generationen der zerstörerischen und gleichfalls reizvollen Gewalt der Natur trotzt, obwohl man den Launen des brodelnden Vulkans und des wilden Atlantiks ausgeliefert ist.

So wie die anspruchsvolle Architektur Garachicos nur über die ständigen Gefahren der Natur hinwegtäuschen kann, so kann man hinter der realistischen Beschreibung ihrer Portraits und ihren Landschaftsbildern den zu allem bereiten Vulkan oder den uns im nächsten Moment verschlingenden Ozean erkennen.

Von Bild zu Bild nähert sie sich dem Reiß der letzten Sekunde, der letzten Augenblick vor dem Wirbelsturm. Man spürt die Sehnsucht nach der Vereinigung mit dem andern und mit der Natur. Endlich sich gehen lassen können. Die Suche nach dem gemeinsamen Feuer, welches unsere inneren Blockaden löst, ist gestillt.

Sie weiß, dass man dieses Feuer nur überleben kann, wenn man sich dem anderen mit Respekt, Toleranz und Liebe nähert. Auch wenn die Sehnsucht teilweise unerträglich zu sein scheint, bleibt sie diszipliniert auf ihrem Weg.

Im Jahre 2002 erhielt sie in Strassburg eine Goldmedaille für Kunst und Kultur. Kultur und Kreativität als Bindeglied einer Gesellschaft.


Literaturverzeichnis
Wilbert (2004) Insel der Zuflucht. Info Canarias.

Die bekannte Malerin Diana Marschall auf Teneriffa

Diana Marschall, eine bekannte Malerin aus Deutschland, ist auf Teneriffa. Wir hatten die Gelegenheit, sie in Los Silos zu treffen. Gemeinsam mit ihrem Mann, ein Architekt, bewohnt sie eine Wohnung in Los Silos. Die in Sachsen geborene Künstlerin studierte Kunst in Köln und stellt ihre Kunst seit 1989 in vielen Ausstellungen in Deutschland, Holland, Luxemburg und Frankreich unter anderen aus. Sie ist Mitglied bei verschiedenen Künstlerverbänden wie bei der „Kulturinitiative Köln“ und der Fördergemeinschaft Bad Honnef“ und publizierte mehrmals über Kunst und gewann mehrere Preise in verschiedenen Ländern.

B.W.: Guten Tag, Frau Marschall. Aus welchem Grund sind sie auf Teneriffa?

Diana Marschall: Meinem Mann und mir gefällt Teneriffa sehr gut. Wir kommen schon seit vielen Jahren auf diese Insel, wo wir jetzt eine längere Zeit bleiben möchten. Die Leute sind sehr nett hier, ja, und wir lieben ihre einfache Lebensart und natürlich auch das wunderbare Klima und die landschaftliche Schönheit …

B.W.: Haben Sie Pläne hier auf Teneriffa?

Diana Marschall: Die Ruhe und die vielen schönen Winkel mit ihrem speziellen Licht laden eine Künstlerin geradezu ein tätig zu werden. Was mich betrifft, so bin ich von mehreren Galerien eingeladen worden, mein Werk dem Publikum zu präsentieren. Worüber ich natürlich sehr glücklich bin. Ich glaube, dass ich noch diesen Sommer mit meiner ersten Ausstellung beginnen werde.

B.W.: Welche Techniken bevorzugen Sie?

Diana Marschall: Ein Künstler möchte natürlich die Dinge auf seine eigene Art interpretieren, wie z.B. Landschaften und bekannte Personen. Die Befriedigung liegt dabei in der persönlichen und künstlerischen Weiterentwicklung, die von den verschiedensten Lebensphasen abhängt. Während ich die Menschen porträtiere, erkenne ich oft die Persönlichkeit und auch den Charakter dieser Personen. Es erfüllt mich besonders, wenn das Werk ein wenig die Seele dieses Menschen wieder spiegelt. Ein Porträt sollte nicht nur das Äußere des Menschen beschreiben, es sollte auch etwas seines Charakters und seiner Liebenswürdigkeit, die jeder Mensch besitzt wieder spiegeln. Es entsteht eine gewisse spirituelle Verbindung zwischen Künstler und der porträtierten Person. Der Erfolg eines Künstlers hängt davon ab, ob diese Verbindung in dem Porträt sichtbar wird.

B.W.: Aber Sie malen auch Landschaften?

Diana Marschall: Ja richtig, bei Landschaftsbildern ist es ähnlich. Der Maler lässt seine Umgebung auf sich einwirken. Bei einem guten Gemälde spürt man die Stärke und den Charakter der Landschaft. Wobei das Licht die wichtigste Rolle spielen sollte. Daher sind Gemälde aus Holland oder auch Deutschland so unterschiedlich, wenn man sie mit einer Landschaft der Kanaren vergleicht. Das besondere Licht der Kanaren, welches uns den ganzen Tag begleitet, gibt den Gemälden eine gewisse Fröhlichkeit und einen anderen
Ausdruck. Deshalb freue ich mich besonders auf meine Arbeit hier auf Teneriffa, die malerische Lebensart darzustellen.

B.W.: Ist es schwierig für Sie, sich hier auf Teneriffa einzuleben?

Diana Marschall: Nein im Gegenteil, meinem Mann und auch mir ist es sehr leicht gefallen, uns hier unter den netten Menschen einzuleben. Wir lernen fleißig Spanisch, und obwohl wir uns auch sehr gut mit den Franzosen, Engländern, Holländern und Deutschen, die hier leben verständigen können, haben wir schon einige Freunde unter der einheimischen Bevölkerung gefunden. Wir wollen uns so schnell wie nur möglich in die hiesige Gesellschaft integrieren.

TM: Vielen Dank für dieses Gespräch und wir wünschen ihnen viel Glück hier, auch bei der Verwirklichung ihres anspruchsvollen Werkes.

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